©AnnasBlumen Matrosenrock tadaaa

Für dieses einfacher Matrosenröckchen braucht man, zumindest für so eine kleine Größe, weder viel Stoff noch ein Schnittmuster. Ich habe den Rock für meine Dreijährige (Gr. 98) genäht. Im Grunde braucht man nur den gewünschten Umfang und die gewünschte Länge und passt dann die Einzelteile entsprechend an. Ich habe Trikot und Jersey kombiniert, so ist er schön elastisch, hat aber trotzdem eine gewisse Festigkeit. Natürlich kann man ihn auch aus normaler Baumwolle nähen. Durch die Falte gibt er etwas Beinfreiheit, für noch mehr Bewegungsfreiheit kann man auch auf der Rückseite noch Falten einfügen.Für Größe 98 und einen Bauchumfang von 50 cm habe ich ein 18×34 cm  und ein 18×16 cm großes Stück Trikot (plus Nahtzugabe) zugeschnitten – die beiden Teile müssen zusammen den Bauchumfang ergeben. Ich habe den unteren Saum mit einer Zwillingsnadel genäht, wenn er aber doppelt umgeschlagen werden soll, solltet ihr in der Länge entsprechend mehr einkalkulieren. Für die Falten habe ich zwei 18×10 cm große Stücke (andersfarbigen) Jersey zugeschnitten. Durch die farbliche Absetzung kommen die Falten später schöner zur Geltung. ©AnnasBlumen Matrosenrock Front und Latz ZuschnittDen Zierlatz habe ich aus dem Trikot ausgeschnitten. Für meine 16 cm breite Front habe ich ihn 12 cm breit und 9 cm lang gemacht (plus Nahtzugabe). Zusätzlich benötigt ihr Pasbelband in der gewünschten Farbe, 4 bis 6 Knöpfe und Bündchenstoff (ich habe den Jersey von den Falten auch für das Bündchen verwendet, noch weniger Arbeit macht ein breites Gummiband, das direkt als Bündchen verwendet werden kann aber auch klassischer Bündchenstoff geht natürlich).

Im ersten Schritt werden die Falten rechts auf rechts auf die Rückseite gelegt, festgesteckt und genäht. ©AnnasBlumen Matrosenrock Falten genähtDie Nähte kann man entweder mit klassischem, geradem Stich nähen und mit Zickzack versäubern, mit einer Overlockmaschine oder einem Overlockstich einer normalen Nähmaschine. ©AnnasBlumen Matrosenrock Naht versäubertDa die Nähte hier nicht elastisch sein müssen, habe ich mich für die einfachste Variante entschieden.

Für den Zierlatz das Paspelnd so auf den Latz stecken, dass die Paspel (also die dicke Seite) nach innen zeigt.©AnnasBlumen Matrosenrock Paspel genäht Hier lieber zu viele als zu wenig Nadeln verwenden, je besser die Paspele sitzt, desto genauer kann man sie aufnähen. Um nicht auf die Nadeln zu nähen und sie beim Nähen besser entfernen zu können, die Nadeln am besten quer in den Stoff stecken. Anschließend genau auf der Naht entlang nähen

©AnnasBlumen Matrosenrock Latz auggestecktJetzt wird die Nahtzugabe nach hinten geklappt, sodass das Paspelband den Latz schön umrandet. Ich habe die umgeklappte Nahtzugabe festgesteckt, bevor ich den Latz auf das Frontteil gesteckt habe. Mittig platziert wird der Latz dann auf die Front genäht. Hier sollte man besonders darauf achten, dass der Abstand zum Rand möglichst gleich ist, am besten die Markierungen auf den Füßchen nutzen. Das sollte dann ungefähr so aussehen:

©AnnasBlumen Matrosenrock Latz aufgenäht

Anschließen wird das Frontteil mit dem Rest des Rocks verbunden. Hierfür die Front rechts auf rechts ©AnnasBlumen Matrosenrock Saumauf die Falten stecken und wie die anderen Nähte nähen und versäubern. ©AnnasBlumen Matrosenrock zusammengesetztAls nächstes wird die untere Seite des Rocks gesäumt. Ich habe das mit einer Zwillingsnadel gemacht, weil ich den Saum so nicht doppelt umlegen muss und der Saum so nicht zu dick wird. Bei einer einfachen Naht die gewünschte Saumbreite doppelt umlegen und nähen.

Für das Bündchen aus dem gewählten Material einen etwa 10 bis 12 cm breiten und in meinem Fall 49 cm langen Streifen zurechtschneiden (Nahtzugabe ist hier schon mit inbegriffen) Das Bündchen kann man in der Breite natürlich nach Belieben variieren. Für einen guten Sitz kann das Bündchen ruhig etwas kürzer sein, als der Bauchumfang, solange es schön elastisch ist. Man kann auch ein breites Gummiband in das Bündchen mit einnähen, dann sitzt es noch besser. Den Bündchenstreifen zu einer Schlaufe nähen (hier reicht auch ein Geradstich mit Zickzack-Viersäuberung) und der Länge nach in der Mitte falten (sodass links auf links liegt). ©AnnasBlumen Matrosenrock gesäumt und gestecktDen Rock auf rechts drehen und die Falten so stecken, dass die Kanten genau aufeinander liegen. Vor dem Aufnähen markiere ich mit immer sowohl am Bündchen als auch am Rock Viertel, sodass sich die Teile gut und symmetrisch zusammensetzten lassen. Dann wird das Bündchen rechts auf rechts auf den Rock gesteckt (mit der offenen Seite nach oben) und mit einem Overlockstich oder einer Overlockmaschine auf den Rock genäht.

Zum Schluss müssen nur noch die Knöpfe auf den Zierlatz genäht werden und schon ist der Rock fertig.

Tadaaaaaa!

©AnnasBlumen Matrosenrock tadaaa

 

Das Original-Tutorial gibt es übrigens hier (englischsprachig): http://www.bloglovin.com/frame?post=1198947287&blog=2122944

Written by Anna Blume

Leave a Comment