©Anna Blume Meringue fertig mit Glocke

Ich habe mich am Wochenende erstmals an Meringue versucht. Es war nicht ganz so einfach, wie ich es mit vorgestellt hatte und sie sind auch nicht so hübsch geworden, wie ich es mir gewünscht hatte, aber lecker sind sie und ein erster Versuch sollte ja auch noch Luft nach oben lassen.

Grundsätzlich kann die Meringue- oder Baiser-Masse mit allem angereichert werden, was man möchte. Ich habe mich für Himbeermarmelade und Limette entschieden. Die rote Marmelade sorgt nicht nur für einen guten Geschmack, sondern kann, wenn man es richtig macht, auch herrlich farbige Akzente setzen (ich habe es leider nicht ganz richtig gemacht). Die Limette sorgt einerseits für die Aktivierung des Natrons (theoretisch) und andererseits bringt sie etwas Säure in die doch recht süße Angelegenheit.

©Anna Blume Meringue ZutatenFür meine Meringue habe ich zwei Eiweiß, zwei Esslöffel kernlose Himbeermarmelade, die Zesten einer Limette, einen Teelöffel Limettensaft, 1/3 Cup Puderzucker (ca. 40 g) und 1/3 Cup Zucker (ca. 60 g) und eine Prise Natron verwendet. Eigentlich sollte statt dem Natron Pottasche beigemischt werden, die bekommt man im Supermarkt aber nur um Weihnachten rum, in der Apotheke könnte man allerdings ganzjährig fündig werden. Das Triebmittel sollte eigentlich dafür sorgen, dass die Baisermasse eine schönere Form erhält. Meine eher unförmigen Meringues können sowohl am Natron als auch an zu kurzem Eiweiß-Schlagen gelegen haben.

Ich habe die Marmelade mit dem Limettensaft gemischt und zur Seite gestellt (beim nächsten Mal werde ich für einen „dramatischeren“ Farbeffekt noch etwas rote Lebensmittelfarbe hinzu geben). Puderzucker und Zucker mischen und ebenfalls zur Seite stellen. Ich habe die Limettenzesten zur Zuckermischung gegeben, man kann sie aber genau so gut in die Marmelade mischen. ©Anna Blume Meringue EischaumDas Eiweiß steif schlagen und das Natron/die Pottasche hinzugeben. Wenn das Eiweiß steif ist, die Zuckermischung Löffelweise unterschlagen. So lange schlagen, bis eine steife Masse entsteht (hier war ich zu ungeduldig). ©Anna Blume Meringue Eischaum mit MarmeladeDann die Marmelade vorsichtig unterheben. Je weniger man diese untermengt, desto schönere Schlieren entstehen. Die fertige Eiweiß-Zucker-Marmeladen-Mischung kann man entweder mit einem Spatel auf ein mit Packpapier versehenes Backblech geben, oder mit Hilfe einer Spritztülle zu kleinen Baiser-Tupfen formen.

©Anna Blume Meringue vor dem BackenDie Kunst ist offensichtlich das richtige Backen bzw. Trocknen der Masse. Ich habe zuerst den Ofen auf 150°C aufgeheizt, dann das Blech mit den Meringues in den Ofen geschoben und den Ofen ausgestellt. Als sie nach einer Stunde noch weit entfernt von trocken waren, bin ich auf 100°C bei Umluft umgestiegen und habe sie noch eine weitere Stunde getrocknet. Bei der Temperatur werde ich noch ein wenig experimentieren, sobald ich den richtigen Weg gefunden habe, wird dieser hier natürlich veröffentlicht.
Das „Tadaaaaa“ nicht vergessen.©Anna Blume Meringue fertig ohne Glocke 2

Written by Anna Blume

Leave a Comment