Aufgrund von lauter kleinen Zipperlein, muss ich (unter anderem) auf meinen Säure-Basen-Haushalt achten. So kam Quinoa auf unseren Speiseplan. Eigentlich halte ich grundsätzlich nicht viel von all diesen gehypten Lebensmitteln, geschweigedenn von an religiösen Fanatismus erinnernde Ernährungsmasochismus. Ich sträube mich gegen vegane und paleo-Ernährung, selbst Vegetarismus fiele mir schwer. Aber was tut man nicht alles, um Allergien und schmerzende Gelenke zu minimieren. Also gab ich Quinoa eine Chance und siehe da, gar nicht so schlecht.

Gestern habe ich eins meiner basischen Rezepte ausprobiert, es gab Limetten-Teriyaki-Tofu mit Quinoa und Mais. Ich habe das Rezept ein wenig abgewandelt und statt dem Kohl Mais zur Quinoa gemischt, da sitzen meistens auch Kinder an meinem Tisch und irgendwas sollen die ja schließlich auch essen. Das ruinierte zwar den „5-Elemente-Anspruch“ des Rezeptes, da die Bitterstoffe rausgeflogen sind, aber wie gesagt, ich seh das nicht so eng. Auch die Teriyaki-Sauce war höchst improvisiert, weder Zucker noch Mirin noch Sake (wie sich das für ordentliche Teriyaki Sauce gehört) kamen gestern zu Einsatz. (Besteht Bedarf an einem Teriyaki-Saucen-Rezept?)

©Anna Blume Limetten-Teriyaki-Tofu Zutaten

Zutaten

Räuchertofu, Quinoa (150 g reichen für zwei Erwachsene und zwei Kinder), Mais

Für die Freestyle-Teriyaki-Sauce

Tamari (salzig)

Süße Sojasauce (süß – im Originalrezept wird Zucker verwendet)

Chiliflocken (scharf)

Zesten und Saft einer Limette (sauer)

Sesam

Minze

Die Quinoa muss vor dem Kochen gründlich mit warmem Wasser (am besten zwei Mal) gewaschen werden, da sie sonst bitter schmeckt (mist!, hätte ich das gelassen, wären es doch noch fünf Elemente geworden). Anschließend mit der 2 1/2-fachen Menge Wasser aufsetzen, etwas Salz oder Brühe dazugeben, aufkochen und anschließen ca. 20 Minuten auf gaaaaanz niedriger Stufe quellen lassen – ich schalte die Platte immer aus, die Restwärme genügt eigentlich. Als die Quinoa fertig war habe ich den abgegossenen Mais in den Topf gegeben und mit geschlossenem Deckel von der Quinoa aufwärmen lassen.

Den Räuchertofu habe ich in Dreiecke geschnitten (weil es so schön aussieht) und eine Stunde in der Sauce eingelegt. Für die Sauce einfach alle Zutaten Mischen, die Minze fein hacken. Kurz bevor die Quinoa fertig ist, den Tofu anbraten – im schlimmsten Fall können Mais und Quinoa auch kurz auf den Tofu warten, geht ja schnell. Das Ganze habe ich mit gehackten Erdnüssen bestreut. Ich wünschte ich hätte Koriander da gehabt, das hätte fantastisch gepasst. So sah mein  Essen zwar etwas eintönig aus, hat aber sehr sehr gut geschmeckt.

Aber ich gebe zu, das Bild aus dem Originalrezept von veganyumyum sieht verlockender aus.

Bildschirmfoto 2015-06-17 um 10.11.48

 

 

Written by Anna Blume

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